Tagebuch einer Reisenden


Birder Special

Wie sich herausstellte, war es ein grosses Glück, hat mich die Nehrung so abweisend behandelt. Mein Zufluchtsort für die Nacht entpuppte sich nämlich als mitten in der Vogelzugschneise liegend, und senile Bettflucht sei Dank, durfte ich den Staren und tausenden anderen Zugvögeln, wahrscheinlich vorwiegend Meisen, bei ihren Morgenmanövern zuschauen.

Erst flogen zwei, drei Staffeln Stare über meinen Kopf ins gegenüberliegende Schilf.

Dort machten sie ziemlichen Krach. Ich wartete, ob noch eine vierte Staffel einflöge, oder ob sie weiterziehen, als das Gepfeife verstummte und einem anderen Geräusch Platz machte. Als mir dämmerte, dass das der kollektive, gleichzeitige Flügelschlag tausehder losfliegender Stare war, blieb mir fast das Herz stehen. Ich kann mein Glück noch immer kaum fassen:

Danach hoben noch Nachzügler ab (nomal falsche Bildschirmdarstellung, korrigier ich später, sorry):

Die anderen Vögel waren im spärlichen Licht nicht zu bestimmen, aber sie flogen in weit verstreuten Verbänden unablässig über meinen Kopf hinweg, mit gaukelndem Flug, immer bloss intermittierend mit den Flügeln schlagend, ohne Unterlass, bis zu meiner Abfahrt.

Und auf meinem Weg nach Kaunas wählte ich teilweise Nebenstrasse statt Autobahn, was mir doch noch einige Kraniche bescherte.

Kraniche zum Selberzählen

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